Heimat/Geschichte der Kamelien (Camellia japonica )

Camellia japonica 'Barbara Morgan'


BOTANISCHER NAME: Camellia japonica


DEUTSCHER NAME: Japanische Kamelie


PFLANZENFAMILIE: Theaceae (Teestrauchgewächse)



HEIMAT/GESCHICHTE:

Die Japanische Kamelie (Camellia japonica) ist in subtropischen und tropischen Küstenregionen Südostasiens, Chinas, Japans und Indiens beheimatet. Sie ist eng mit dem Teestrauch verwandt.

Entdeckt für Europa wurde sie von Georg Joseph Kamel (1661 – 1706), latinisiert: Camellus, einem deutsch-tschechischen Jesuiten, Botaniker und Apotheker, der für die mährische Brüdermission auf den Philippinen tätig war.

Auf das europäische Festland gelangten die Kamelien aber erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Der schwedische Botaniker Carl Peter Thunberg soll 1779 vier rot und einfach blühende Kamelienpflanzen aus Japan mitgebracht haben. Diese Kostbarkeiten gingen an die Botanischen Gärten von Hannover-Herrenhausen, Kew bei London, Pillnitz bei Dresden und Schönbrunn bei Wien. Die beiden Kamelien in Hannover und Pillnitz sind noch vorhanden und zu bewunderten großen Exemplaren herangewachsen. Allein die über 200 jährige Kamelie in Pillnitz mit ihren etwa 35000 Blüten überwintert eingepflanzt im Freien, allerdings unter einem mobilen Gewächshaus von Oktober bis Mai.

In Europa erreichte die Kamelie ihren modischen Höhepunkt im 19. Jahrhundert mit vielen Züchtungen. Sie gehörte zur adeligen und großbürgerlichen Kultur. Alexandre Dumas schrieb z.B. den Roman „Die Kameliendame“, der Guiseppe Verdi als Vorlage für die Oper „La Traviata“ diente.

In ihrer Heimat war die Kamelie ein schon lange bekannter und beliebter Zierstrauch. Mit ihr verband man symbolisch Freundschaft, Eleganz, Harmonie aber auch Vergänglichkeit und Tod


Quelle: Botanischer Garten Wuppertal


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