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Quelle:    Solinger Tageblatt


Vier Privatleute hatten zum „Tag der Offenen Gartenpforte“ eingeladen.


Von Jutta Schreiber-Lenz

Schwierig zu pflegen seien Kamelien gar nicht, versicherte Ladislaus Goldberg am Sonntagvormittag seinen Besuchern. Ein halbschattiger Standort und im Spätherbst ein Frostschutz für die empfindlichen Knospen – um sie gut durch die Winterkälte zu bringen – seien eigentlich schon alles, was man für die „Rose im Winter“ brauche. Denn die ist seit einigen Jahren die besondere Liebe des gelernten Gärtners, der seine Leidenschaft für Pflanzen auch im Privaten mit ganzem Herzen auslebt. Um die 45 verschiedene Kamelien habe er inzwischen; so viele, dass er viele davon in Töpfen hält. Der Garten bietet keinen Platz mehr für die große Vielfalt.

Zahlreich waren schon früh Gäste in seinen Garten an der Gräfrather Katharinenstraße geströmt, um sein kleines, grünes Paradies zu bewundern, mit ihm ins Gespräch zu kommen – und vielleicht die eine oder andere Anregung für den eigenen Garten mit nach Hause zu nehmen.

Lebhaft bekamen sie bei einer Tasse Kaffee Auskunft – auch von Renate Dahlhaus, die Ladislaus Goldberg bei der Pflege seiner grünen Lunge hilft: „Er hat die Ideen und ich setze sie um“, sagt sie lächelnd und erzählt von den verschiedenen Aufgaben, die das Umsorgen der mediterranen Gewächse wie Zitronen, Olive, Feige, Hanfpalmen oder Bananenstauden so erfordern. „Man ist eigentlich ständig mit irgendetwas beschäftigt“, sagt sie: Umpflanzen, abschneiden, jäten, mähen, düngen oder den Kampf gegen Rosenpilze oder Läuse aufnehmen. Stolz zeigt sie, dass der Feigenbaum nach seinem ersten Winter im Freien nun doch beginnt, auszutreiben. „Wir hatten ihn schon aufgegeben.“

Quelle: Solinger Tageblatt Leserbrief
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